E L I A S - Lippenkiefergaumenspalte

Elias

 

Die erste Hälfte der Schwangerschaft verlief grundsätzlich gut, war jedoch von starker Übelkeit begleitet. Als es besser wurde, schickte mich meine Frauenärztin nach einer Routineuntersuchung zur Feindiagnostik. Es gab einen Verdacht, aber noch nichts Konkretes.

 

Am 4.6. erhielten wir schließlich die Diagnose: eine linksseitige Lippen-Kiefer-Gaumenspalte.

 

Natürlich hat uns diese Nachricht erst einmal den Boden unter den Füßen weggezogen. Ein paar Tage später trafen wir uns mit einer betroffenen Familie und durften dort aufbauende Worte und wertvolle Erfahrungen hören. Kurz darauf ging es für uns in den Urlaub nach Österreich. Die Ablenkung tat gut, auch wenn unsere Gedanken immer wieder bei unserem Baby und der Diagnose waren.

 

So war die zweite Hälfte der Schwangerschaft geprägt von Höhen und Tiefen, aber immer mit dem Blick nach vorne.

 

Am 11.10. kam unser Elias in Neuburg zur Welt.

Wir haben uns sofort in ihn verliebt. Und ja, es gab auch traurige Momente in den ersten Tagen, besonders wenn wir viele scheinbar unbeschwerte, gesunde Babys um uns herum gesehen haben.

 

Heute fühlen wir uns gestärkt durch viele positive Worte, ehrliche Fakten und gute Gespräche. Wir blicken zuversichtlich nach vorne und wissen uns im Universitätsklinikum Regensburg in besten Händen.

 

 

 

Elias’ Geschichte ist eine von vielen.

Und doch ist sie einzigartig.

 

Sie steht für Unsicherheit, für leise Sorgen und für den Weg, der beginnt, wenn Wissen, Vertrauen und gute Begleitung dazukommen. Genau deshalb dürfen diese Bilder mehr sein als Erinnerungen. Sie dürfen sichtbar machen, informieren und Verständnis schaffen.

 

 

 

Dieses Baby kam mit einer Lippen Kiefer Gaumenspalte zur Welt.

Und mit allem, was ein Kind braucht. Liebe. Stärke. Zukunft.

 

Eine Lippen Kiefer Gaumenspalte entsteht sehr früh in der Schwangerschaft. Niemand trägt daran Schuld. Sie ist eine angeborene Besonderheit, die heute medizinisch sehr gut begleitet werden kann. Schritt für Schritt. Mit viel Erfahrung, Zeit und Vertrauen.

 

Diese Bilder dürfen gesehen werden.

Um Wissen zu teilen.

Um Berührungsängste abzubauen.

Um zu zeigen, dass hinter jeder Diagnose ein Mensch steht.

 

Danke an die Eltern für ihr Vertrauen und dafür, dass sie ihre Worte mit mir und euch teilen.

Für mehr Verständnis. Für mehr Offenheit. Für mehr Herz.